
15 Jahre internaht – und ein neues Kapitel beginnt
Am 17. August 2011 habe ich internaht als Gewerbe angemeldet.
Damals waren meine Kinder 3 und 1 Jahr alt – und mein Alltag drehte sich ganz selbstverständlich um kleine Kinder, Spielplätze, warme Kleidung, praktische Schnitte und die Frage, was Kinder eigentlich wirklich gern tragen.
Dass daraus einmal 15 Jahre internaht, ein eigenes Atelier in Dresden und so viele genähte Lieblingsstücke werden würden, hätte ich mir damals nicht vorstellen können.
Und angefangen hat alles mit einem frierenden Kind und einem knallroten Wollwalk-Overall.
Der Anfang: ein roter Wollwalk-Overall
Im Winter 2008 suchte ich für meine große Tochter einen warmen Wollwalk-Overall. Sie fror schnell, und die Modelle, die ich damals finden konnte, waren fast alle dunkel und gedeckt. Praktisch vielleicht – aber so gar nicht das, was ich mir für ein kleines Kind vorgestellt hatte.
Also setzte ich mich selbst an die Nähmaschine. Der erste Overall wurde knallrot. Danach nähte ich noch einen zweiten: hellgrau mit einem weißen Innenfutter - noch weicher und wärmer für mein Baby.

Und dann passierte etwas, womit ich nicht gerechnet hatte: Auf dem Spielplatz sprachen mich andere Mütter auf die Overalls an. Sie wollten wissen, wo man sie kaufen könne – und haben mir die ersten Modelle am Ende quasi vom Spielplatz weggekauft.
So begann internaht.
Zunächst mit Wollwalk-Overalls für Babys. Das Schöne daran: Diese Overalls gibt es bei uns bis heute. Und sie gehören noch immer zu unseren beliebtesten Baby- und Kinderprodukten.

Unsere Kollektion ist mit meinen Kindern gewachsen
Meine Kinder wurden größer – und internaht wuchs einfach mit. Aus Babykleidung ab etwa drei Monaten wurden nach und nach Kleidungsstücke für Kleinkinder, Kindergartenkinder und Schulkinder. Heute reicht unsere Kindermode bis Größe 152, also ungefähr bis zu einem Alter von 14 Jahren.
Mit jeder neuen Größe kamen neue Ideen dazu: Pullover, Shirts, Kleider, Röcke, Hosen, Schlafanzüge und viele andere Lieblingsstücke. Was dabei immer geblieben ist, ist die typische Handschrift von internaht.
Liebevolle Tiermotive und fröhliche Farben
Besonders wichtig waren mir von Anfang an unsere Tierapplikationen. Unsere Motive werden nicht einfach aufgedruckt. Wir schneiden die einzelnen Elemente aus Stoff zu und nähen sie sorgfältig auf das Kleidungsstück. Das ist aufwendig – aber genau diese liebevollen Details machen internaht aus.
Dackel, Pferde, Katzen, Giraffen und viele andere kleine Begleiter erleben mit den Kindern Kindergarten, Schule, Spielplatz und Familienausflüge. Und weil die Motive aufgenäht sind, verschwinden sie nicht nach ein paar Wäschen.

Auch unsere Farben waren nie eine Frage von „für Jungen“ oder „für Mädchen“. Ein schönes Blau gehört allen Kindern. Genau wie Rot, Grün, Gelb oder Orange.
Unsere Modelle sind so gestaltet, dass sie problemlos von unterschiedlichen Kindern getragen und später an Geschwister, Cousinen, Cousins oder Freunde weitergegeben werden können. Genau dafür waren sie immer gedacht.
Gute Stoffe müssen Kinderleben aushalten
Mindestens genauso wichtig wie Farbe und Motive war für uns immer die Qualität unserer Stoffe. Wir arbeiten überwiegend mit hochwertigen Stoffen aus Bio-Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau. Sie fühlen sich weich auf der Haut an, sind atmungsaktiv und angenehm zu tragen.
Vor allem aber wählen wir unsere Stoffe danach aus, wie sie sich nach vielen Wäschen verhalten. Kinderkleidung muss einiges mitmachen. Sie soll nicht nach kurzer Zeit ausbeulen, sich verziehen oder ihre Form verlieren. Sie soll lange getragen werden können – und danach möglichst noch gut genug aussehen, um an das nächste Kind weitergegeben zu werden.
Für mich gehört genau das zu nachhaltiger Kleidung: gute Dinge möglichst lange nutzen.

Bis heute in unserem Dresdner Atelier gefertigt
Auch nach 15 Jahren entsteht unsere eigene Kollektion noch immer in unserem Atelier in Dresden. Hier werden Stoffe zugeschnitten, Applikationen vorbereitet, Nähte geschlossen, Bündchen angenäht und fertige Stücke kontrolliert.
Manufakturarbeit braucht Zeit. Aber genau deshalb können wir auf Details achten, Stoffe bewusst auswählen und Kleidungsstücke so fertigen, wie wir sie selbst gern tragen und weitergeben würden. Wenn ich heute durch unser Atelier gehe, steckt darin unglaublich viel Geschichte.
Und genau deshalb fällt mir der nächste Schritt nicht leicht.

Kinder werden groß – und auch ein Unternehmen verändert sich
Meine Kinder sind heute 18 und 16 Jahre alt. Unsere Kindermode haben sie längst hinter sich gelassen. Und auch der Markt für Kindermode hat sich verändert. Viele Familien achten stärker auf ihre Ausgaben, und hochwertige Kinderkleidung wird heute sehr häufig Second Hand gekauft.
Das kann ich gut nachvollziehen. Gerade langlebige Kleidung eignet sich schließlich wunderbar dafür, weitergegeben zu werden. Für eine kleine Manufaktur, die ihre Kleidung in Dresden selbst fertigt, verändert sich dadurch aber natürlich auch der Markt.
Gleichzeitig haben wir in den vergangenen ein bis zwei Jahren etwas anderes bemerkt: Unsere Damenmode wurde immer stärker nachgefragt.
Im vergangenen Herbst haben unsere Nicki-Pullover erstmals die Kindermode überholt. Und in diesem Frühjahr wurden unsere Ringelshirts zu unseren Bestsellern. Das hat uns nachdenklich gemacht.
Auch ich selbst bin mit internaht weitergewachsen
Als internaht begann, war ich Mutter von drei sehr kleinen Kindern. Heute bin ich selbst über 50. Und natürlich beschäftigen mich heute andere Fragen rund um Kleidung als vor 15 Jahren.
Welche Stücke fühlen sich den ganzen Tag gut an? Welche Schnitte sitzen schön und bequem? Welche Farben lassen sich unkompliziert kombinieren? Welche Kleidung begleitet mich viele Jahre, statt nur eine Saison?
Ich merke immer stärker, dass ich mich mit diesen Fragen – und damit auch mit unserer Damenmode – heute viel unmittelbarer identifiziere. Deshalb fühlt sich die Veränderung von internaht nicht nur wirtschaftlich, sondern auch persönlich richtig an.

Deshalb verabschieden wir uns von der Baby- und Kindermode
Diese Entscheidung ist mir trotzdem nicht leichtgefallen. Baby- und Kindermode ist nicht einfach eine Produktkategorie in unserem Shop. Sie ist der Anfang von internaht.
Sie steht für meine eigenen kleinen Kinder, den roten Wollwalk-Overall, viele Jahre im Atelier und unzählige kleine Tiere, die wir Stück für Stück auf Pullover und Shirts genäht haben.
Aber manchmal bedeutet Weiterentwicklung auch, etwas loszulassen. Deshalb wird es künftig keine neuen Baby- und Kinderkollektionen von internaht mehr geben.
Unser Fokus wird Schritt für Schritt auf unserer Damenmode liegen – auf Ringelshirts, Nicki-Pullovern und weiteren langlebigen Lieblingsstücken aus hochwertigen Materialien, weiterhin mit derselben Sorgfalt in unserem Dresdner Atelier gefertigt.
Die letzten Kinder-Lieblingsstücke dürfen jetzt weiterziehen
Was bereits genäht wurde, soll natürlich nicht im Lager bleiben. Diese Kleidung ist dafür gemacht, getragen zu werden. Deshalb beginnt zu unserem 15. Geburtstag am 17. August 2026 der Abschied von unserer Baby- und Kindermode.
Unsere Sommerstücke sind ab diesem Zeitpunkt mindestens 40 % reduziert, alle weiteren Baby- und Kinderteile zunächst mindestens 20 %. Und wenn du drei Teile auswählst, erhältst du zusätzlich unseren regulären 10-%-Mehrteilrabatt.
Die erste Abschiedsrunde läuft bis zum 31. August 2026 – solange die jeweiligen Größen vorhanden sind.
Dabei geht es mir nicht darum, 15 Jahre möglichst schnell aus dem Lager zu räumen. Ich wünsche mir vielmehr, dass möglichst viele dieser letzten Stücke noch genau das tun, wofür wir sie einmal genäht haben:
Kinder begleiten. Getragen werden. Abenteuer erleben. Und später vielleicht an das nächste Kind weitergegeben werden.

Danke für 15 Jahre Kindermode
Vielleicht hast du vor vielen Jahren einen Wollwalk-Overall bei uns gekauft. Vielleicht trug dein Kind einen unserer Tierpullover, eine Hose, ein Kleid oder einen T-Shirt. Vielleicht hast du ein internaht-Stück später an ein Geschwisterkind weitergegeben.
Egal, wie lange du uns schon begleitest: Danke!
Für jede Bestellung. Für jede Empfehlung. Für jede Nachricht. Für jedes Foto eines Kindes in unserer Kleidung. Und für das Vertrauen, das es einer kleinen Manufaktur ermöglicht hat, 15 Jahre lang farbenfrohe Lieblingsstücke mitten in Dresden zu nähen.
Nun beginnt ein neues Kapitel.
Und auf dieses freue ich mich – auch wenn beim Abschied vom alten ein bisschen Wehmut dazugehört.
Herzlich
Annett von internaht
15 Jahre Lieblingsstücke – die letzten ziehen weiter
Entdecke jetzt unsere letzten Baby- und Kinderstücke in den noch verfügbaren Größen. Alle Sommerartikel sind mindestens 40 % reduziert, alle weiteren Baby- und Kinderartikel mindestens 20 %. Beim Kauf von drei Teilen sparst du zusätzlich 10 %.
Die erste Abschiedswelle läuft vom 17. bis 31. August 2026.









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